Gestern Abend war es endlich soweit. Mein erstes AC/DC Konzert. Nicht das ich bei den vorhergehenden Konzerten nicht dabei sein wollte, aber die übliche Ticketschlacht verhindert mir den langersehnten Besuch. Diesmal wollte ich mich nicht lumpen lassen und habe tiefer in meine Brieftasche gegriffen. Nach erneut glücklosem Vorverkauf konnte ich eine einigermasen zahlbare Onlineauktion für mich gewinnen. Und so habe ich jetzt zwei Monate lang mindestens einmal pro Woche den rosa Zettel hervorgeholt und kontrolliert ob da wirklich AC/DC drauf steht.
Pünktlich zum Beginn von Krokus um 19.15h hatte ich mir einen akustisch perfekten Platz vor dem Mischerzelt erkämpft. Das Gedränge bereits vor der Vorband war enorm und würde sich im Laufe des Abends noch verdichten. Krokus gab sich alle Mühe die Stimmung in die Höhe zu treiben. So richtig gelang dies jedoch erst mit „Bedside Radio“, ihrem letzten Song des Abends, welcher aber vom halben Stadion frenetisch mitgesungen wurde. Kurz vor acht verliessen Krokus die Bühne und man stellte sich auf eine Stunde warten ein.
Doch da, mitten in der Diskusion wer den nun Bier holen geht, geht der Screen auf der Bühne an. Eine Angus in Comicform beheizt eine Lokomotive die mit ihren schreienden Passagieren geradewegs zur Hölle fährt. Euphorischer Lärm im ganzen Stadion. 42’000 Fans schauen gebannt dem Spektakel auf der Leinwand zu, als diese sich in einer Rauchwolke und einem Knall trennte und eine echte Lok auf der Bühne erschien.
„Rock n’ Roll Train“! Der Zug war angerollt und würde die nächten zwei Stunden unaufhaltsam über das begeisterte Publikum rollen.
Bereits der dritte Song ist „Back in Black“ und von diesem an stand wohl fast das ganze Stadion bis zum letzten Ton des Abends. Von der Bühne aus führte ein etwa zwei Meter hoher „Laufsteg“ bis in die Mitte des Stadions. Dieser wurde von Brian und Angus rege genutzt. Die beiden hielten keine Minute still und andauernd verlor man einen der beiden auf der Bühne aus den Augen.
Nun ist man geneigt zu schreiben das jeder Bekannte Song gespielt wurde. Nur ist das in einer zweistündigen Show einer Band die fast ausschliessslich bekannte Songs hat schlicht nicht möglich. Dennoch wurden alle meine Erwartungen erfüllt, nein sogar noch ein wenig mehr. Es war wie es sein musste. Sei es wenn tausende Fäuste im Takt in den Himmel gehoben wurden und die dazughehörenden Kehlen mit einem „Hoi“ in das Intro von „T.N.T.“ einstimmten, oder wenn die Kameras die kreischenden Mädels auf den Schulter ihrer Biervernichtungsanlage einfingen. Diese posierten zu „The Jack“ und „You Shook me all night long“ nur zu gerne. Ebenfalls ein Highlight war eine mehrere Meter grosse, üppige Dame in Unterwäsche welche zu „Whole lotta Rosie“ auf der Lokomotive sass.
Man wollte einfach nur noch mehr. Doch auch der letzte Ton sollte kommen. Zumindest der vom Hauptset. Und diesen Ton spielte Angus. Doch was vor diesem Ton kam war gigantisch. Ein gefühltes einstündiges Gitarrensolo welches er über die ganze Bühne zelebrierte und dazwischen immer wieder den verdienten Applaus vom Publikum forderte. Nach mindestens zehn Minuten war diese Spektakel der vorläufige Schluss der Show.
„Die kommen noch mal“, soviel war klar. Aber es dauerte doch eine Weile in welcher im Publikum spekuliert wurde ob wohl der Angus nicht mehr aus seinem Sauerstoffzelt kommen wolle. Doch dann, roter Rauch und mitten drin Angus.
„Highway to Hell“! Das Stadion kochte über!Es hörte sich an als würde auch der letze der 42`000 Anwesenden plus das gesamte Stadionpersonal den Reffrain mitsingen. So Geil! Was sollte noch kommen? Natürlich. Sechs Kanonen standen auf einmal auf der Bühne und mit “ For Those about to Rock“ endete das wohl grösste Konzert welches das noch junge Stade de Suisse bisher gesehen hat.

Noch immer gibt es keine grossen Informationen über die neue Soupergroup um Dave Grohl, Josh Home und John Paul Jones. Gerüchten zufolge soll ihr Erstlingswerk“Never Deserved The Future“ heissen und bereits am 23. Oktober erscheinen. Kein Gerücht ist es das die Band Nach ihrem Debüt-Gig in Chicaco einen zweiten Liveauftritt in Amsterdam hatten. Wie schon zuvor waren die Tickettregelungen sehr streng ind sämtliche Aufnahmegeräte verboten. Tja, nichts hats genützt und so ist jetzt ein erster Live Eindruck der Band auf Youtube zu sehen. Und obwohl die Soundqualität miserabel ist wage ich zu behaupten, dass Chickenfoot die Krone für das beste Rockalbum des Jahres Ende November bereits wieder abgeben muss, sofern etwas an dem Gerücht des Releasdatums ist. Aber entscheidet selbst…
Beastie Boy MCA aka Adam Yauch hat die Operation seines Lymphdrüsenkrebs gut überstanden. In einer E-Mail bedankte er sich bei den Fans und Musikerkollegen für die Anteilnahme: „Nach der Operation bin ich nachause zu meiner Familie, um mich dort zu erholen. Ich habe danach auf sämtliche Schmerzmittel verzichtet, um den Heilungsprozess nicht zu verlangsamen…..Ich bin überzeugt davon, dass eure ‘well wishes’ stark dazu beitragen, dass meine Behandlung gut verläuft. Auf diesem Wege schicke ich euch allen liebste Grüße zurück!“
